Die Flüchtlings-Debatte. Auch an mir nicht spurlos vorbeigegangen. Tagtäglich laufen Schauermärchen über die bösen, bösen Flüchtlinge durch die „sozialen“ Medien. Über Vergewaltiger, Gauner und weiteres Gesocks, dass sich nun in unserem geliebten Deutschland breit macht. Ich weiß nicht, aber ist auch das nicht zu einseitig? Die Quellen für diese Artikel erscheinen meist nicht vertrauenswürdig.

Aber wer sind nun diese Leute, die so etwas teilen? Aus dem, was ich gesehen habe – und entschuldigt – sehr subjektiv betrachtet, Leute, die ich niemals etwas veröffentlichen lassen würde, nirgends. Ich frage mich, was denken die Leute, wo sie leben? Die Zeit der „Reinheit“, wenn man das so nennen mag, ist lange vorüber. Deutschland lässt nicht seit gestern Ausländer bei uns leben. Deutschland ist schon lange ein multikulturelles Land. Der sog. Ausländeranteil mag hie und da höher, oder niedriger sein, aber wir sollten ganz dringend damit aufhören über so etwas wie „Rassenfragen“ den Kopf zu zerbrechen. Als hätten wir keine anderen Probleme. Aber leider scheint es gerade besonders „In“ zu sein sich gegen eine Minderheit zu stellen und diese nach allen Kräften zu kriminalisieren.

Die kommen hier hin und nehmen uns unsere Arbeit weg!

Wenn dir die Flüchtlinge jetzt deine Arbeit wegnehmen, hättest du dich vielleicht besser bilden sollen. Ganz nebenbei steht dir das natürlich immer noch frei. Mach deinen Abschluss nach. Besuche eine Hochschule, oder Uni und werde qualifiziert. Aber mache ihn nicht verantwortlich für Dinge, die du in deinem Leben versaut hast.

Diese Überfremdung. Wir werden unsere Werte, unsere Identität verlieren.

Wie wenig Integrität besitzt du eigentlich? Kannst du deine Werte nicht schützen, ohne sie auf deine Mitmenschen zu stülpen? Muss deine Ansicht von Familie auch die, der Anderen sein? Wenn dem so ist, kann dir keiner mehr helfen. Ich meine jetzt mal im Ernst: Welche Werte vertrittst du wirklich?
Aber Überfremdung. Was bedeutet das eigentlich? Hast du Angst, vor Dingen, die du nicht kennst? OK. Das kann ich bis zu einem bestimmten Punkt sogar akzeptieren. Aber wieso folgt ihr anschließend dem falschen Pfad? Das Gegenteil von Angst, ist nicht Mut, sondern Neugier. Also, anstatt dich mit den anderen ängstlich und „mutig“ auf die Straße zu stellen, oder gar schlimmer, Wohnhäuser anzuzünden, solltest du deine Neugier befriedigen. Rede mit den Leuten, die dir Angst machen, oder Unbehagen in dir auslösen. Stelle dich. Vielleicht wird dir das Ergebnis nicht immer gefallen, aber es wird deinen Horizont erweitern – mit Sicherheit.

Natürlich benötigen wir Menschen ein „Schubladen-System“. Das hilft uns auch, wirkliche Gefahren zu erkennen und nicht blind in aggressive Konflikte zu laufen. Du solltest diese Schubladen nur so klein wie möglich halten und so viele wie möglich davon anlegen. Lasse in deinem Schrank immer Platz für eine Neue. Sonst landest du in einer eigens geschaffenen Sackgasse.