NAZIS & Antisemitismus

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In Demokratien gibt es nicht nur Demokraten, oder wenigstens gibt es Denkweisen, die nicht mit der Demokratie einhergehen. Gefährlich wird es, wenn sich Ängste, Hass und Intoleranz nicht mehr nur gegen den Einzelnen richtet, sondern gegen eine Gruppe, gegen alle. Die eine Person nicht zu mögen, dessen Hautfarbe anders ist und das auf das Ganze zu manifestieren.

Bei Auftretenden Antisemitismus scheint der erste Gedanke, wegschauen, ignorieren. So wie wir es mit vielen Dingen tun. Meist um uns selbst zu schützen, weil uns geht es ja gut. Aber genau dieses Bewusstsein, oder Unbewusst-sein macht Platz für antisemitische Gedanken, die in einer globalisierten Welt, wie der unseren keinen Platz mehr haben dürfen.

Um sich mit dem Antisemitismus und einen großen Teil auch mit dem eigenen Ich zu beschäftigen, muss man einen klaren Blick auf das Gesamtbild nehmen. Ganz klar ist, Antisemitismus gibt es nicht nur in Deutschland und auch nicht nur in kleinen Bevölkerungsgruppen. Die Auseinandersetzung ist gleichzeitig auch ein Blick in unsere Gesellschaft.

Aber wer ist denn Antisemitisch? Du? Ich? Wir alle irgendwie?
Schätzungen zu Folge sind etwa 10% antisemitisch eingestellt. Dabei handelt es sich nicht nur um Schläger. 5% hätten gerne, bzw. befürworten eine Diktatur.

Hat das schon von der Kindheit an Auswirkungen?Ja, sicherlich hat es das. Kinder die autoritär erzogen werden, haben neigen eher zu einem Machtverhalten, dass sich auch auf die Erwachsenenwelt auswirken kann.

Zudem findet man bei arbeitslosen Menschen öfter eine solche Ideologie, als bei Menschen mit Arbeit. Außerdem scheint man in Städten eine liberalere Einstellung zu pflegen, als dass auf dem Land der Fall ist.

Die Nazis sind in unserer Mitte angekommen
Währenddessen man die Meisten von ihnen früher schon von Weitem erkannt hat. Altdeutsche Schriften auf Kleidung, eindeutige Symbole auf Jacken, die Friseur, sowie die Schuhwahl. Sehen diese heute an gesellschaftliche Vorgaben angepasst, oder sogar „cool“ aus. Ganz vorne mit dabei
die AN (Autonome Nationalisten) aus Dortmund, die von Dorstfeld aus ihre Pläne schmieden. Wer aber hier Bomberjacken und Skinheads sucht, der wird enttäuscht werden. In den 90er Jahren und auch bis heute noch gab es viele terroristische Angriffe der rechten Szene in diesem Teil Deutschlands und dass, obwohl nur etwa 50 ANs dort wohnen. Doch diese sind gerüstet, vor allem gerüstet mit Gewalt, Hass, aber auch mit Propaganda-Mitteln. Und bisher haben Politik & Medien einfach weggesehen. Nicht darüber berichtet.

Doch unserer aller Aufgabe ist es und es ist keine Leichte. Vor allem und gerade auch im Internet darüber zu berichten, aufzuklären und Lösungswege zu entwicklen, um sich von rechten Gedankengut zu schützen.

Ich selbst halte zum Beispiel nichts, von einem Verbot der NPD, oder vom Löschen von Webseiten aus Google mit eindeutig antisemitischen Ausdrücken. Denn bestimmte Gruppen zu ignorieren, zu verbieten oder zu löschen, bringt uns nur wieder zu dem Anfang erwähnten wegschauen. Webseiten zum Beispiel, die eindeutige Rechte Inhalte befürworten, sollten von Google nicht entfernt, sondern dementsprechend gekennzeichnet werden, wie auch Webseiten gekennzeichnet werden, die Viren und oder Malware enthalten.