Lizenzen GNU

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Die Geschichte
Das GNU-Projekt hat als Ziel die Entwicklung eines vollständigen Betriebssystems als freie
Software. Es wurde am 5. Januar 1984 von Richard M. Stallman gestartet. Aus dieser Zeit stammt
auch das GNU-Manifest, welches die Ziele des Projektes darstellt und zur Mitarbeit aufruft.
Um sicherzustellen, dass der innerste Kern des Betriebssystems stets als freie Software bleibt wurde
„Copyleft“ ins Leben gerufen. Der Software-Lizenzvertrag auf Grundlage des Urheberrechts
(Copyright) bindet die Nutzung und Weitergabe der Software an die Bedingung, daß der freie Status
der Software gewahrt bleibt.
Die bekannteste Lizenz, die diese Vorgaben umsetzt ist die „GNU General Public License (GNU
GPL)“.


Das Manifest
Bevor wir jedoch näher darauf eingehen zunächst einmal einige Punkte, auf die das Manifest
eingeht:
Was ist GNU? „GNU is not Unix“
Ziel war es ein Betriebssystem zu erschaffen, welches Unixkompatibel ist, die Stärken übernimmt,
die Schwächen jedoch ausmerzt.

Warum GNU?
Der Teil beschreibt, warum GNU entstehen musste. Der Autor erklärt seinen Stand zur Software,
die hier im Originalen wie folgt lautet:
„Ich glaube, daß es das Gebot der Nächstenliebe verlangt, dass ich ein Programm, das mir gefällt,
mit anderen teile, denen es ebenfalls gefällt. Software-Anbieter hingegen wollen die Anwender
isolieren und beherrschen, wobei sie jeden Anwender dazu verpflichten, nicht mit anderen zu teilen.
Ich weigere mich, die Solidarität mit anderen Anwendern in dieser Weise zu brechen. Ich kann nicht
mit gutem Gewissen einen Nichtoffenbarungsvertrag oder einen Software-Lizenzvertrag
unterzeichnen.
Damit ich ehrlich bleiben und trotzdem weiterhin Computer benutzen kann, habe ich mich
entschlossen, eine genügend große Sammlung von freier Software zusammenzustellen, so daß ich in
der Lage sein werde, ohne jegliche nicht-freie Software auszukommen. Ich habe meinen Beruf im
AI lab aufgegeben, um dem MIT keinen rechtlichen Vorwand zu bieten, mich daran zu hindern,
GNU weiterzugeben.“
Des weiteren äußert sich Richard M. Stallman zu den damaligen Gegebenheiten von Software-
Anbietern und dessen Programmierer. Viele Programmierer seien mit der Kommerzialisierung von
Systemsoftware unzufrieden und hätten sich deshalb an sein Projekt gewandt.
Um das nachzuvollziehen, hier ein kleiner Sprung zurück in der Zeit:
Als die ersten Computer entstanden waren diese nur in Universitäten erreichbar. „Programme“, die
damit geschrieben wurden, wurden von einem zum nächsten weitergegeben. Die Menschen, die auf
die Idee kamen, diesen Quelltext zu verkaufen wurden praktisch ausgelacht, da auch diese immer
nur von Anderen lernten. Einer der Vorreiter zum Verkauf von diesem Quelltext als geschlossene
Software war niemand anderes als Bill Gates.
Open Source | Freie Software
Open Source und Freie Software sind sich technisch recht ähnlich, allerdings werfen beide Arten
Probleme auf.
Freie Software
Freie Software (engl. free software) ist Software, die für jeden Zweck verwendet, studiert,
bearbeitet und in ursprünglicher oder veränderter Form weiterverbreitet werden darf. Das schließt
auch die kommerzielle Nutzung ein. Freie-Software-Lizenzen können eine Copyleft-Klausel
enthalten, die besagt, dass bearbeitete und wiederveröffentlichte Versionen der Software ebenfalls
frei sein müssen.
Freiheiten
Die Free Software Foundation definiert Software als frei, wenn ihre Lizenz folgende Freiheiten
einräumt:

  • Freiheit 0: Das Programm zu jedem Zweck auszuführen.
  • Freiheit 1: Das Programm zu studieren und zu verändern.
  • Freiheit 2: Das Programm zu verbreiten.
  • Freiheit 3: Das Programm zu verbessern und diese Verbesserungen zu verbreiten, um damit
    einen Nutzen für die Gemeinschaft zu erzeugen.

Für die Freiheiten (1) und (3) ist der Zugang zum Quelltext Voraussetzung, sonst wird das
Verändern eines Programms schwierig bis unmöglich. Sind eine oder mehrere dieser Bedingungen
nicht erfüllt, wird die Software als proprietär oder „unfrei“ bezeichnet.